Kombucha in Argentinien registrieren
In Argentinien ist Kombucha seit 2022 ein vom argentinischen Lebensmittelkodex anerkanntes Lebensmittel, Wasserkefir seit 2024. Zum Produzieren und Verkaufen brauchst du zwei Registrierungen, eine für den Betrieb und eine für das Produkt, beide über das System SIFeGA bei der Gesundheitsbehörde deiner Jurisdiktion. Das ist der Weg, in Produzentensprache.
Argentinien war eines der ersten Länder der Region, das Kombucha einen eigenen Standard gab, und die Werte, die es festlegte, sind fast identisch mit denen Brasiliens. Einen Artikel im Kodex zu haben ist eine gute Nachricht: Es macht Kombucha zu einem Produkt mit klaren Regeln statt zu einer Grauzone.
Kombucha hat seinen Artikel seit 2022
Die Resolución Conjunta 1/2022, im Amtsblatt veröffentlicht am 7. Juli 2022, fügte den Artikel 1084 bis in Kapitel XIII "Vergorene Getränke" ein. Dort wird Kombucha als alkoholfreies, kohlensäurehaltiges vergorenes Getränk definiert, aus einem Aufguss von Camellia sinensis (Tee) und Zucker, mit einer symbiotischen Kultur aus Bakterien und Hefen (SCOBY).
Seine gesetzlichen Parameter sind konkret: pH zwischen 2,5 und 4,2, Alkoholgehalt höchstens 0,5 % vol bei 20 ºC und flüchtige Säure zwischen 30 und 130 mEq/l. Ein Punkt, der klar sein sollte: Der Kodex kennt nur alkoholfreie Kombucha. Über 0,5 % vol passt dein Getränk nicht mehr in diese Definition; eine Kategorie "Kombucha mit Alkohol" gibt es nicht. Auf dem Etikett steht der Hinweis "Beber con moderación" (in Maßen trinken), und wenn nicht pasteurisiert, auch "Mantener refrigerado" (gekühlt halten) und "No agitar el contenido del envase" (nicht schütteln).
Und Wasserkefir, seit 2024
Später kam der Wasserkefir: Die Resolución Conjunta 7/2024, veröffentlicht am 14. August 2024, schuf den Artikel 1.084 tris und definiert ihn als das Getränk, das durch Fermentation von Wasserkefir-Kristallen in gezuckertem Wasser entsteht. Seine Parameter sind pH zwischen 3 und 4,5 und ein Alkoholgehalt von bis zu 3 % vol, deutlich mehr als Kombucha, ein Unterschied, den man bei der Kennzeichnung nicht verwechseln sollte. Der Kodex behandelt ihn als Produkt, das sich vom Milchkefir unterscheidet, der in Artikel 576 steht.
Die zwei Registrierungen: RNE und RNPA
Du registrierst zuerst den Betrieb und erhältst das RNE (Registro Nacional de Establecimiento), bevor du mit dem Produzieren beginnst. Erst mit dem RNE in der Hand registrierst du jedes Produkt für sein RNPA (Registro Nacional de Producto Alimenticio). Beides läuft über SIFeGA (das föderale Informationssystem für die Lebensmittelkontrolle) bei der Gesundheitsbehörde deiner Jurisdiktion, deiner Provinz oder der Stadt Buenos Aires.
Und es gibt eine Anforderung, die die Artikel des Kodex selbst schriftlich festhalten: Jeder Betrieb, der Kombucha oder Wasserkefir herstellt, muss ein HACCP-System betreiben und einen technischen Leiter (Director Técnico) haben. Keine allgemeine Empfehlung, sondern Teil des Standards dieser Produkte.
Provinziell, aber mit nationaler Reichweite
Der Weg ist jurisdiktionell: Du registrierst bei deiner Provinz oder der Stadt Buenos Aires, nicht bei einer einzigen nationalen Stelle. Der Vorteil: Ein registriertes Produkt erhält freien Verkehr im ganzen Land (den sogenannten tránsito federal). Das INAL, Teil der ANMAT, wird national vor allem bei Import- und Exportbetrieben tätig. Ob du nur in deiner Provinz oder im ganzen Land verkaufst, folgt demselben Registrierungsweg; was sich ändert, ist die Reichweite, nicht das Verfahren.
Die Kosten variieren
Anders als in manchen Ländern sind diese Verfahren in Argentinien gebührenpflichtig, und den Betrag setzt jede Jurisdiktion fest, es gibt also keinen einheitlichen nationalen Wert. Prüfe die aktuelle Gebühr bei der Gesundheitsbehörde, wo du dich registrierst, bevor du kalkulierst; das ändert sich und gehört aus der Quelle geholt, nicht aus einem Blog.
Verpflichtend, nicht optional
Ein Lebensmittel ohne das entsprechende RNE und RNPA herzustellen oder zu verkaufen ist ein Verstoß gegen das Gesetz 18.284, das den Lebensmittelkodex in Kraft setzt. Die Sanktionen reichen von der Geldstrafe bis zur Beschlagnahme der Ware und zur Schließung des Betriebs. Vor dem Verkauf zu registrieren ist weit billiger als der umgekehrte Weg.
Nach der Registrierung kommen die Aufzeichnungen
Das RNE und das RNPA sind die Lizenz, mit dem Verkauf zu beginnen. Aber der Standard verlangt jeden Tag mehr: ein HACCP-System, getragen von einem technischen Leiter. Und das bedeutet Aufzeichnungen, die des Alltags: pH-Messwerte, Chargen, Rückverfolgbarkeit, ein Lebensmittelsicherheitsplan, der wirklich läuft. BrauMo erledigt dein RNE oder RNPA nicht, das ist deine Sache in SIFeGA. Es kümmert sich um den Teil danach, der nie endet: die Produktionsaufzeichnungen, die dein HACCP und dein technischer Leiter brauchen, vorzeigbar, und in derselben App für deine Kombucha und deinen Wasserkefir. BrauMo ansehen, zu US$29 pro Monat für Lateinamerika.
Offizielle Quelle: die Texte der Resolución Conjunta 1/2022 und der Resolución Conjunta 7/2024 sowie die ANMAT-Informationen zu RNE, RNPA und SIFeGA. Dieser Text ist Orientierung von Produzent zu Produzent, keine Rechtsberatung: Maßgeblich sind die Normen und dein technischer Leiter.
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